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Leistung: Hochklassig – Stimmung: Überragend – Jubiläum: Gelungen

Drei Meetingrekorde, überragende Leistungen durch die Athleten der offenen Klasse und eine partyähnliche Stimmung machten das 40. Internationale Jugendmeeting zu einem echten Erlebnis.

Die Jubiläumsauflage des Internationalen Jugendmeetings der gastgebenden SSF Bonn stand leistungsmäßig im Zeichen Brustschwimmerinnen. Die Meetingrekorde fielen ausschließlich auf den Bruststrecken. Delaine Goll (Jahrgang 1999) von der SG Essen erschwamm sich die Bestmarken über 100 m Brust (1:09.13 min) und 200 m Brust (2:28,53 min). Über 50 m Brust verbesserte die erst 15-jährige Fleur Vermeiren vom Brabo Zwemclub Antwerpen in 31,90 Sekunden den alten Rekord um mehr als zwei Zehntelsekunden.

Die Rennen über 50 m und 100 m Brust gewann aber Alice Ruhnau von der SG Essen und profitierte so davon, dass das Meeting in diesem Jahr auch Meldungen in der offenen Klasse erlaubte. Mit ihren 22 Jahren war Alice dann aber ein Jahr zu alt, um trotz Sieg und herausragender Zeit einen offiziellen Meetingrekord zu schwimmen. Unter den Augen von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz, der die Wettkämpfe am Freitag und Sonntag ebenfalls vor Ort verfolgte, zeigte sich, dass die Aktiven der offenen Klasse eine Bereicherung für das Meeting waren. Die Tatsache, dass fünf der sechs punktbesten Leistungen bei Männern und Frauen von Athleten der offenen Klasse erzielt wurden, spricht ebenfalls dafür.
Josha Salchow
Josha Salchow und Svenja Zihsler kaum zu schlagen

Mit sieben Finalteilnahmen und sechs Medaillen war Josha Salchow (1999) von Postdamer SV – wie im vergangenen Jahr – der mit Abstand erfolgreichste Schwimmer der Veranstaltung. Fünf Goldmedaillen (100 m und 200 m Freistil, 50 m, 100 m und 200 m Rücken) und eine Silbermedaille über 50 m Schmetterling waren die herausragende Bilanz des ehemaligen Bonners, für den das Frankenbad so etwas wie seine „persönliche Badewanne“ ist.

Die erfolgreichste weibliche Teilnehmerin kam vom SV Würzburg 05. Svenja Zihsler (1994) holte viermal Gold (200 m Schmetterling, 200 m  und 400 m Freistil, 400 m Lagen) und einmal Silber (200 m Lagen). Als „heimliche Finalkönigin“ entpuppte sich Alinda Dingshoff (2000) vom niederländischen ZPC Hoogeveen. Sie erreichte fünf Einzelfinals, sammelte einmal Gold (100 m Schmetterling) und einmal Silber (200 m Rücken) und siegte mit Ihrer Mannschaft in beiden Staffelwettbewerben.

Junge Bonner Schwimmerinnen durch Finalteilnahmen beflügelt

Rebecca Dany (2001) von den SSF Bonn war mit insgesamt fünf Finalteilnahmen die fleißigste Punktesammlerin der Bonner für die Mannschaftswertung. Eine Bronzemedaille über 200 m Freistil versüßte ihr das Meeting. In drei Einzelrennen (100 m Freistil, 100 m und 200 m Lagen) und mit der 4x50 m Mixed-Lagenstaffel schrammte die Vorzeigeschwimmerin trotz guter Leistung als Vierte knapp an einer Medaille vorbei. Mit Laura Schnürle (2001, 50 m Freistil) und Lara Wiedemann (2002, 200 m Rücken) erreichten zwei weitere junge Schwimmerinnen der Heimmannschaft die offenen Finals.

Würzburger Mannschaft vom anderen Stern

SV Würzburg 05In der Mannschaftswertung deklassierte der SV Würzburg 05 einmal mehr alle anderen Vereine. Am Ende hatte das Team von Stefan Lurz fast viermal so viele Punkte auf dem Konto wie die zweitplatzierte Mannschaft vom ZPC Hoogeveen. Mit insgesamt 59 Finalteilnahmen und 36 Medaillen waren die Würzburger Dauergäste auf dem Podium und eine Mannschaft vom anderen Stern.

An beiden Finaltagen sorgten insbesondere die größeren Mannschaften aus Belgien und den Niederlanden zusammen mit den Bonner Gastgebern und den Zuschauern auf den vollbesetzten Rängen des Frankenbades für eine ausgelassene und zuweilen partyähnliche Stimmung. Das Organisationsteam hat versprochen, diese Stimmung bis zum nächsten Jahr zu konservieren, um sie beim nächsten Meeting vom 23.11. bis 25.11.2018 wieder im Frankenbad zu verbreiten :-)

Uwe Klotzowski

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Veröffentlicht
19:49:43 27.11.2017

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